Wien -- im Rollstuhl ...

Am 19/20. September fuhren wir, die 3a HLW, mit Prof. Hofer und Prof. Peherstorfer nach Wien, um dort den Einkehrtag und einen Medientag zu verbringen. Da Lea aufgrund eines Gipsbeins mit dem Rollstuhl unterwegs war, stellte sich uns eine weitere spannende Aufgabe: die Großstadt auf ihre Barrierefreiheit zu testen.

Auf der Straßen kamen wir gut voran, bloß die Gehsteigkanten waren immer wieder mal eine Herausforderung.

Die Lifte, die zu den U-Bahn-Steigen führen, sind immer am Ende des Bahnsteigs zu finden, was dazu führte, dass Lea und ihre Begleiter im Lauf des Tages enorm weite Strecken zurücklegten. Manchmal war es für sie gar nicht so leicht, wieder zur Hauptgruppe zu finden, die schon längere Zeit auf dem oft überfüllten Bahnsteig wartete.

Eine weitere Hürde in der U-Bahn stellten die zum Teil recht breiten Spalten zwischen U-Bahn und Bahnsteig dar, manchmal entschied sich Lea auch dafür, zu Fuß einzusteigen und wir brachten den Rollstuhl hinterher.

Die öffentlichen Gebäude (Michaelakirche, Donaucity-Kirche, Der Standard, ORF) konnten auch mit dem Rollstuhl besichtigt werden, manchmal blieb für Lea aber nur die Beobachterperspektive übrig, so wie in der Blue-Box des ORF.

Abends, im kleinen Kino „CineCenter“, gab es keinen Lift und wir waren sehr froh, dass Lea einige Schritte zu Fuß gehen konnte.

 

Insgesamt müssen wir feststellen, dass Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter viel Zeit und viel Kraft brauchen, um all die Kanten und Hürden zu überwinden und die abgelegenen Fahrstühle zu erreichen. Bei der Auswahl von Kinos und Restaurants ist es außerdem nötig, schon bei der Planung auf Barrierefreiheit zu achten.

Einige Bilder dazu:

 

Und aus der Sicht der Rollstuhlfahrerin: beengtes Sitzen im Zug, immer wieder kleine und größere Stufen, steile Rampen (die alleine kaum schaffbar sind), Ausfall eines U-Bahn-Liftes (kein Zurückkommen nach Hause), jedes Mal müssen alle mind. ein U-Bahn fahren lassen und warten, bis ich nach komme ...