WIR DREHEN

WIR DREHEN – Tanzprojekt mit animiertem Bühnenbild

„Wir drehen“ ist der Titel einer Produktion, die im Rahmen des Ars-Electronica-Festivals 2015 zur Aufführung kam. Eine Projekt-Idee des belgischen Tänzers Fabrice Jucquois brachte SchülerInnen der Volksschule der Kreuzschwestern und der HLW für Kommunikations- und Mediendesign zusammen, um gemeinsam ein mediales Tanzstück zu erarbeiten in dessen Zentrum die jungen „Digital Natives“ stehen, also junge Menschen, die mit digitalen Medien bereits groß geworden sind und diese selbstverständlich als Teil ihre Lebens betrachten.

Im Begleittext des Projektes heißt es: Bei Wir drehen! kommen die jungen „Digital Natives“ von heute zu Wort, die bereits in einer vernetzten Welt mit dem Internet groß geworden sind. Ihr Leben ist prall voll mit Wirklichkeit, sowohl in der virtuellen wie auch jener der realen Offline-Welt. Sie berichten von Freundschaften, Gaming und all den kommerziellen und offenen Netzwerken in denen heutzutage Beziehungen gelebt werden. Unbeantwortet bleibt lediglich die Frage, welche der beiden Lebensformen – virtuell oder real – die wirklichere ist.

Die von Fabrice Jucquois entwickelte Choreographie verlangte von den Kindern volle Konzentration, mussten sie doch eine Stunde Spielzeit bewältigen. Der Tanz der Kinder wurde medial durch ein animiertes Bühnenbild ergänzt, das Schülerinnen der letztjährigen 4a Klasse der HLW entwickelt haben. Sie haben in einem aufwändigen Prozess bildgewaltige Animationen geschaffen, die verschiedene Aspekte der virtuellen Kommunikation thematisieren. Tanzchoreographie und mediale Umsetzung folgten zwar ein und demselben Thema, wurden aber unabhängig voneinander entwickelt. In den Tagen des Ars-Electronica-Festivals (3. – 8. Sept. 2015) in den Hallen des ehemaligen Postverteilerzentrums beim Bahnhof wurden beide in intensiven Proben zu einem Stück zusammengeführt. Sowohl die Proben als auch die Aufführung am Sonntag um 17:00 fanden großes Interesse beim Publikum. 

Es war für mich eine unglaubliche Erfahrung dieses Jahr beim Ars Electronica Festival mitzuwirken. Man konnte sich einerseits in das Leben eines Künstlers einfühlen und andererseits viel neues und spannendes Lernen.
Das Projekt selber war für uns als Klasse und Gruppe eine große Herausforderung. Wir arbeiteten mit Programmen die wir erst ein Jahr zuvor kennen lernten und mussten auch noch unbekannte Programme wie Flash verwenden. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt und somit konnten wir machen, was uns am besten gefiel. Einige erstellten eine Liebesgeschichte andere produzierten einen Film über digitale Medien und der restliche Teil der Gruppe animierte 3D-Objekte wie Icons oder TänzerInnen mit 3Ds Max. Somit leistete jeder einen Beitrag zu unserem Projekt. In letzter Sekunde schafften wir es unser Projekt fertig zu stellen und wir präsentierten es live auf der Bühne beim AEC-Festival. Am Sonntagabend ergriffen Maria und ich die Chance die Koordination von Licht, Ton und Bühnenbild zu übernehmen, was wir nach lagen Proben gut meisterten. Der Applaus im Publikum war laut und es war schön zu sehen, dass unser Projekt bei den Zuschauern großen Gefallen fand.
Nun sind wir um eine Erfahrung reicher geworden, die uns hoffentlich im späteren Leben noch einmal zu Gute kommen wird.

Eva Haslinger, 5a HLW

Es war für uns eine wichtige Erfahrung unser Projekt am Ars Electronica Center Festival vorstellen zu dürfen. Wir konnten hinter die Kulissen blicken und haben gelernt, wie es vor einer solchen Präsentation zugeht, was alles organisert und abgestimmt werden muss, und wie alles aufgebaut wird. Für mich persönlich eine sehr spannende Erfahrung da mich die ganze Technik hinter solchen Projekten immer schon interessiert hat. Wir erhielten außerdem gratis Festivalpässe und Essenmarken für sehr extrem leckere Mahlzeiten die dort angeboten wurden. Das Arbeiten dort hat wirklich Spaß gemacht und als Bonus konnten wir nebenbei auch noch viele andere Wahnsinnsprojekte bewundern.

Maria Schörkhuber, 5a HLW

 

After-Movie:

As time goes by:

Anims: